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Die Mitglieder des VKS sind eng in unzählige Regelungsgebiete der Gesetzgebung eingebunden. Sie bewegen sich in einem Grenzbereich zwischen Vorschriften für Handwerk, Gewerbe oder Industrie und den häufig völlig unterschiedlichen gesetzlichen Regeln, welche für die Landwirtschaft gelten.
 

Diese Verzahnung ist auch im täglichen Geschäft eine ständige Herausforderung. Auf der Annahmeseite haben es VKS-Mitglieder mit Gemeinden zu tun, mit Gewerbe- und Industriebetrieben wie Gärtner, Lebensmittelhersteller oder Grosshändler. Auf der Ebene des Produkteabsatzes kommt der Landwirtschaft überragende Bedeutung zu: Je nach Betrieb und Region gehen 60 bis über 90% des Komposts und Gärguts an die Landwirtschaft.


Aufgabe des VKS ist es, im Dschungel der Gesetzgebung und des Vollzugs Wege zu suchen, die seinen Mitgliedern einen vernünftigen und nachhaltig existenzsichernden Betrieb ermöglichen. Es handelt sich um eine Daueraufgabe, die gerade in den letzten Jahren einen Grossteil der Verbandsressourcen absorbiert hat.


Entscheidend ist dabei dem VKS nicht einfach die Förderung der Branche, sondern die Wettbewerbsneutralität von Massnahmen des Gesetzgebers und der Verwaltung: Wer auf dem freien Markt aktiv ist, soll davon ausgehen können, dass bei gleichen Bedingungen gleiche Spiesse gelten. Leider ist dies in unzähligen Bereichen, welche die VKS-Mitglieder betreffen, nicht der Fall.

 

 

Wirtschaft und Ökologie


Die Branche der Grüngutverwerter steht unter massivem wirtschaftlichen Druck. Neue Mitbewerber drängen auf den Markt. Dies sind nicht nur gewerblich-industrielle Grüngutverwerter, sondern auch neue Player wie die ARA’s und neuerdings selber mit Überkapazitäten kämpfende Kehrichtverbrennungen. Auch Landwirte suchen je länger je mehr ihr Auskommen in einem schrumpfenden Markt in der Verwertung von biogenen Abfälle, die nicht aus ihrem Hof stammen.
 

Dazu kommt der Druck auf der Seite der grössten Kunden, der Gemeinden. Viele Kommunen müssen ihre Abfallrechnung sanieren oder sind ohnehin finanziell knapp dran.
Das Resultat: Überkapazitäten drücken auf die Annahmepreise und bringen so die ganze Kalkulation durcheinander. Betreiber werden dazu verführt, die hohen Qualitätsansprüche fallenzulassen, um billiger produzieren zu können. Sie beginnen, den Schutz der Umwelt zu vernachlässigen, um einen weiteren teuren Ausgabeposten zu verringern.


Diese existentiellen Probleme der VKS-Mitglieder begegnet ihr Branchenverband an allen Fronten, mit einer Ausnahme: Der VKS wird nie in den freien Wettbewerb eingreifen und sich kartellähnlich benehmen. Er tut jedoch alles, damit für alle Beteiligten auf dem Markt gleich Rahmenbedingungen herrschen nach dem Motto: Gleiche Spiesse für alle.
 

Eine der Fronten ist der Druck auf Qualität und Umwelt. Hier sorgt das branchenweite und vom VKS aufgebaute Inspektorat aller Verbände, welches mit jährlich rund 200 Anlagen den grössten Teil der produzierten Mengen kontrolliert, für eine wesentliche Steuerung.